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| Twix |
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| Bounty |
"Ich hab keine Ahnung von Katzen," war meine Antwort auf die Frage ob ich auch Katzen sitten würde. Das sei nicht notwendig. Man brauche nur Futter hinstellen, Katzenklo saubermachen und evt ein bisschen dort bleiben, damit sie nicht völlig alleine wären. Gesagt getan.
Vom 26. Mai mittags bis 28. Mai abends habe ich zwei hübsche Katzenkerle versorgt: Twix und Bounty. Wohnhaft in der Nachbarschaft, zufuß ein Katzensprung.
Man braucht nur Futter hinstellen und Katzenklo saubermachen:
Morgens und mittags hab ich auch nicht mehr gemacht, als genau das. Ich hatte ja keine Ahnung, wie viel Katzen pinkeln und wie das stinkt. Morgens, noch nüchtern, meinte mein Magen, er müsse sich umstülpen. "Wag es ja nicht," zürnte der Kopf und gab Befehl an die Atmung: "Nur durch den Mund!" Dann gings.
Am Abend bin ich immer ein bisschen länger geblieben. Am ersten Abend allerdings nicht, weil mich die Burschen total ignoriert haben. Da bin ich dann gegangen. Am 2. Abend hab ich mir zu zeichnen mitgenommen. Da kam Twix dann neugierig gucken, was alles auf dem Tisch lag und setze sich dann neben mein Skizzenbuch.
"Katzen mögen, wenn man ihnen vorliest," war der Tip einer Freundin. Das hab ich nach dem Zeichnen versucht. Gedichte gelesen, mit ruhiger Stimme. Dabei habe ich festgestellt, dass das viel mehr spaß macht, als sie still zu lesen. Hab ich ungefähr eine Stunde gelesen am 2. Abend, das hat ihnen aber nicht imponiert. Dann wollte ich gehen, aber die beiden sind laut maunzend um mich rumgelaufen. Die Näpfe waren leer. Ich wusste nicht, was sie wollten. Konnte eigentlich nur Hunger sein. Hab ich also noch was in die Näpfchen gemacht und sie haben sich drauf gestürzt, als hätten sie den ganz Tag nichts bekommen.
3. Abend. Verlief eigentlich wie der Zweite. Mit Zeichnen und Vorlesen. Aber diesmal kam Twix zu mir aufs Sofa und hat mit geschlossenen Augen zugehört. Twix ist der Schmusigere. Aber auch er brauchte seine Zeit, um festzustellen, dass man mich mögen kann. Bounty war alle Tage wesentlich reservierter.
Aber beide bekamen abens ihre verrückten 5 Minuten und rasten durch die Wohnung und sprangen auf Schränke und den Katzenbaum.
Als ich meine Sachen in den Rucksack packte, kamen sie aber beide. Bounty auf den Stuhl, Twix auf den Tisch. Bounty ließ sich auf dem Stuhl ein bisschen Streicheln. Twix begann zu schnurren und drückte mir den Kopf ins Gesicht und an den Körper. So haben wir zum Abschied noch ein bisschen geschmust. Zu essen wollten sie an diesem Abend nichts mehr.
So ist also das erste Katzensitting für mein Empfinden sehr gut gelaufen. Darf gerne wiederholt werden.






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