22 April 2025

Katzensitting über die Ostertage

Twix
Von Gründonnerstag bis Ostermontag sollten sie alleine bleiben und ich war wieder drei Mal am Tag drüben zum Füttern, Katzenklo säubern und Entertainment.

Sie haben mich erkannt und begrüßt, als käme ich jeden Tag. Kein Fremdeln, sofort neugierig und sagten mittags: "Gut dass du kommst, wir haben Hunger!" 

Wie beim ersten Mal war ich morgens und am frühen Nachmittag nur kurz da, zum Füttern und Toilette säubern, am Abend war ich zwei Netflix-Filme dort und hab sie beschmust. Vom ersten Tag an lag immer einer von beiden auf meinen Beinen und ließ sich kraulen. Sie haben sich auch mal um den Platz auf den Beinen gefetzt. 😂 Und ein Mal war Bounty auf Krawall gebürstet und hat mir beim Kraulen mal frech in den Finger gebissen, dass ich mich erschreckt und ihn angeschnauzt habe. Aber das hat er nicht übel genommen. 

Von Bounty habe ich nur ein schlechtes Foto. Es war schon spät, als er da lag und ich hatte kein Deckenlicht an.




Macht jedenfalls Spaß, auf die Buben aufzupassen und es ist ein leichter Job. Sie sind wirklich liebenswerte Kater.

 

04 April 2025

Wie läufts mit Fee?

 


Das ist eine sehr gute Sache! Die Maus ist richtig niedlich. Sie ist fast vollständig blind, ca. 7 Jahre alt und etwas mehr als 30 cm groß. Sie ist zufrieden, wenn sie ein paar Mal am Tag raus kann, ansonsten schläft sie und hat keine Ansprüche. 

17 März 2025

Fee

Über ein paar Umwege und Mundpropaganda - wie es meistens ist - habe ich ab April einen neuen Sittergast: Fee. Foto hab ich noch nicht von ihr. 

Beau kommt nicht mehr

In Holland hab ich mir viele Gedanken gemacht, ob wir die richtige Kombination sind, Beau und ich. Wir hatten sehr viel Arbeit damit, dass er bei mir entspannt und ohne Angst ist. Das ist uns auch eine Weile gelungen. Aber beim letzten Sittertermin, war der Hund wieder auf Werkseinstellung zurückgesetzt. Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich hab ihn ja nicht täglich und kann das nicht beurteilen.

30 September 2024

Acht Tage mit Bounty und Twix

 

hinten Twix, vorne Bounty

Wir haben das ja schon mal ausprobiert an 3 Tagen im August. Grundsätzlich heißt das, ich gehe morgens, mittags und abends ins „Katzenhaus“. Füttern und Katzenklos sauber machen. Am Abend bleibe ich für 2 Netflix-Filme dort, kraule die Katers und gehe dann gegen Mitternacht wieder nach Hause.

Die Fotos sind nicht die beste Qualität. Die Katers waren immer zu nah.

03 August 2024

Neun Tage und neun Nächte ohne Frauchen

 

Das war das Ziel, dass ich im Juli neun Tage lang aushalten kann, von meinem Frauchen getrennt zu sein. Heute bin ich schon den vorletzten Tag bei meiner Sitterfrau und es hat alles gut geklappt. 

Ich bin bei weitem nicht mehr so ängstlich, wie ich zu Anfang war. Inzwischen können  ruhig Autotüren zugeschlagen werden, oder Rolläden runterrasseln - das macht mir keine Angst mehr.

An der Leine ziehen tu ich auch nicht mehr, wenn wir unterwegs sind, hab ich Zeit zum Schnüffeln und Pinkeln. Ich muss nicht mehr so schnell wie möglich nach Hause. Heute habe ich mich zum ersten Mal auf der kleinen Wiese neben dem Haus ausgiebig gewälzt. Dann bin ich aufgesprungen und hab die Sitterfrau angebellt, sie soll endlich mal mit mir spielen. Aber das kann sie nicht. Ich bin ja an der Leine.

Am Donnerstag hat es gedonnert. Da hab ich natürlich wieder das Panikhuhn raushängen lassen. Aber es gab nur einen einzigen Donner, darum hab ich mich auch relativ schnell wieder beruhigen können. Und dann passierte es am Donnerstag, dass die Sitterfrau plötzlich mit Armen und Beinen in der Luft rumschlug und auf dem Rücken in einer matschiegen Pfütze landete. Ich hab mich sehr erschreckt, bin aber bei ihr geblieben und hab gefragt: "Was machst du da?" Und sie saß unglücklich im Matsch und sagte nur: "Ach Beau, was für eine Scheiße!" Wir sind dann ganz langsam wieder nach Hause geschlichen, richtig schnell gehen konnte sie nicht mehr. Nein, ich hatte keine Schuld daran. Sie ist einfach mit dem Fuß umgeknickt, ausgerutscht und gefallen. Heute, am Samstag, ist es aber schon ein bisschen besser, aber nicht gut genug für längere Gassigänge.

Schon weil es so heiß war, waren die Gassis kurz und nur die nötigsten. Die Hitze machte die Tage für mich langweilig. Aber nach dem Sturz wurde es noch ein bisschen mehr langweilig. Sie hat mich aber immer wieder gelobt, dass ich nicht ziehe und so geduldig bin trotz Langeweile. Sie hat Fleischwurst-Suchspiele mit mir gemacht, zuhause. Und wir haben noch ein bisschen geübt, dass ich bei "Mitte" zwischen ihren Beinen absitze. Aber das muss ich noch öfter üben, ich verlier schnell die Geduld dabei und dann hört sie auf.

So ging also die Woche ganz schnell rum und inzwischen mag ich die Sitterfrau sehr gut leiden. Ich sag ihr, wenn ich schmusen will und dann krault sie mich und ich geb ihr Küsschen. 

 
Wenn sie im Keller war und wieder zurückkommt, freu ich mich fast so doll, als wenn Frauchen mich abholt. Ich spring dann um sie rum und belle. 

Wenn ich bei ihr zuhause bin, bin ich gar nicht mehr nervös. Ich habe meine Lieblingsplätze unterm Bett, unter der Bank und hinter ihrem Sessel. Seht ihr mich auf den Fotos?


Morgen werde ich dann wieder abgeholt. Aber ich hab noch mehr Termine, an denen ich bei meiner Sitterfrau sein werde.



17 Juli 2024

Hi, ich bin die Amy!

 

 
 
Ich glaub ich bin ein Mini-Aussie und ca. 10 Jahre alt. Ich kannte auch den BamBam noch, dem hab ich nie was getan, der war immer nett zu mir. Bei anderen Hunden bin ich schnell ganz zickig. Wärt ihr aber auch, wenn ihr schon zwei Mal gebissen worden wärt.

Mein Frauchen ist in Urlaub gefahren, ohne mich. Darum bin ich seit Samstag bis Ende der Woche bei dieser Sitterfrau. Die passt gut auf mich auf, bei der fühl ich mich sicher. Wenn ein fremder großer Hund kommt, nimmt sie mich einfach auf den Arm, egal ob "man" das machen soll oder nicht. Sie sagt, sie will mich gesund wieder zuhause abgeben. 

Ich war schon mal bei ihr für eine Nacht, weil mein Frauchen sicher sein wollte, dass das alles klappt, wenn sie im Urlaub ist. Aber die Sitterfrau sagt, ich sei völlig unkompliziert. Den Zahn musste ich ihr natürlich jetzt ziehen!

Sie kennt nur den Umgang mit Hundekerlen. Die pinkeln sobald sie draußen eine Ecke sehen. Ich kann mein Pipi den ganzen Tag einhalten auch wenn ich auf der schönsten Wiese bin. Zwei oder drei Mal am Tag reicht!

Damit kommt ihr Biorhythmus total durcheinander, denn ich mach das erste Mal morgens, dafür schmeiß ich sie zwischen 6 und 7 Uhr aus dem Bett. Sie kompensiert das, indem sie mich schnell irgendwo pinkeln lässt und danach sofort wieder mit mir reingeht und weiterschläft.

Das zweite Mal mach ich dann beim ersten größeren Gassigang. Da erledige ich auch das große Geschäft. Aber danach mach ich nichts mehr. Spätestens um 22 Uhr geht sie dann mit mir raus, weil sie sagt, es wär nach 10 Stunden dann doch mal an der Zeit. OK, lass ich mich dann überreden. Aber dann bis zum nächsten Tag wieder 10 Stunden aushalten? Nein, das mach ich nicht. Um 6 oder 7 Uhr hat sie lange genug geschlafen. Langsam, nach drei Tagen, gewöhnt sie sich dran. 😄


Ob ich wann wieviel esse, darum muss sie sich nicht kümmern. Tagsüber brauch ich nichts. Sie ist allerdings der Meinung, wer nichts aus dem Napf ist, sollte auch keine Leckerchen bekommen. Das kann sie aber nicht konsequent durchziehen, weil ich so lange ohne Essen aushalten kann, wie ich Pipi einhalten kann. Und dann krieg ich doch was. Ein Leckerchen von ihren selbst gemachten, oder von dem, was Frauchen mit mitgegeben hat. Heute hab ich allerdings was ganz Besonderes bekommen: ein kleines Stückchen Räucherlachs. Das hat total gut geschmeckt. Meinen Napf mach ich dann in der Nacht leer.

Meine dollen 5 Minuten krieg ich immer spät abends. Dann jage ich meinen kleinen Leuchtball durch die Wohnung oder wälze mich überall rum. 

Aber die tollste Überraschung die ich ihr geboten habe war diese:
Ich mach so gut wie keinen Lärm, bewege mich sehr leise durch die Wohnung, darum ist sie nicht argwöhnisch geworden, als sie mich nicht mehr hörte und sah, denn ich liege am liebsten unter ihrem Bett. Da pass ich perfekt drunter.

Dann musste sie aber selbst auch mal aufs Klo und fand meine Überraschung: Ich hatte den kleinen Abfalleimer im Bad sehr spannend gefunden und hab ihn ausgeräumt. Da waren Einmalhandschuhe drin, Mit einem Küchentuch hatte sie Schmutz und Steinchen aus ihren Schuhsohlen aus der Badewanne raus genommen. Das Tuch hab ich erst mal ausgeschüttelt um zu sehen, ob noch was Besonmderes drin war. 

Sie war "etwas" sauer, das merkte ich an ihrer Stimme und hab mich schnell verdrückt. Sie hats dann aber ganz schnell sauber gemacht. Seit dem ist das Mülleimerchen immer leer. Schade.


Gestern hatten wir Besuch von meiner Freundin Conny. Sie hat mir reichlich Leckerchen gegeben. Zu dritt waren wir einkaufen. Conny ist mit mir draußen rumgelaufen, während die Sitterfrau im Supermarkt war.

Was die Sitterfrau aber richtig gut findet ist, dass ich bei Gewitter keine Angst habe. Sie muss mich vor Hunden beschützen aber nicht vor Donner und Blitz. 

Insgesamt komm ich mit der Sitterfrau gut zurecht. Wir mögen uns beide. Nur Küsschen im Gesicht findet sie nicht so toll aber sonst ist alles richtig gut. Wir haben noch 4 Tage zusammen, dann kommen meine Leute mich wieder abholen. 


PS: Heute, am 21.7. wurde die Kleine wieder abgeholt. Sie ist schier ausgetitscht vor Freude, als Frauchen rein kam. "Hat sie was angestellt?" fragte Frauchen. Als ich vom Mülleimer erzählte, sagte sie, dass Amy das zuhause auch macht. Sie liebt Mülleimer. 😂 Ich weiß das jetzt auch, fürs nächste Mal. Ne Klorolle hatte sie auch noch angenagt. 😂 Sie darf auf jeden Fall wiederkommen.

28 Mai 2024

Zum ersten Mal: Katzensitting

Twix

 
Bounty

 "Ich hab keine Ahnung von Katzen," war meine Antwort auf die Frage ob ich auch Katzen sitten würde. Das sei nicht notwendig. Man brauche nur Futter hinstellen, Katzenklo saubermachen und evt ein bisschen dort bleiben, damit sie nicht völlig alleine wären. Gesagt getan.

Vom 26. Mai mittags bis 28. Mai abends habe ich zwei hübsche Katzenkerle versorgt: Twix und Bounty. Wohnhaft in der Nachbarschaft, zufuß ein Katzensprung.

Man braucht nur Futter hinstellen und Katzenklo saubermachen:
Morgens und mittags hab ich auch nicht mehr gemacht, als genau das. Ich hatte ja keine Ahnung, wie viel Katzen pinkeln und wie das stinkt. Morgens, noch nüchtern, meinte mein Magen, er müsse sich umstülpen. "Wag es ja nicht," zürnte der Kopf und gab Befehl an die Atmung: "Nur durch den Mund!" Dann gings.

Am Abend bin ich immer ein bisschen länger geblieben. Am ersten Abend allerdings nicht, weil mich die Burschen total ignoriert haben. Da bin ich dann gegangen. Am 2. Abend hab ich mir zu zeichnen mitgenommen. Da kam Twix dann neugierig gucken, was alles auf dem Tisch lag und setze sich dann neben mein Skizzenbuch. 



 
"Katzen mögen, wenn man ihnen vorliest," war der Tip einer Freundin. Das hab ich nach dem Zeichnen versucht. Gedichte gelesen, mit ruhiger Stimme. Dabei habe ich festgestellt, dass das viel mehr spaß macht, als sie still zu lesen. Hab ich ungefähr eine Stunde gelesen am 2. Abend, das hat ihnen aber nicht imponiert. Dann wollte ich gehen, aber die beiden sind laut maunzend um mich rumgelaufen. Die Näpfe waren leer. Ich wusste nicht, was sie wollten. Konnte eigentlich nur Hunger sein. Hab ich also noch was in die Näpfchen gemacht und sie haben sich drauf gestürzt, als hätten sie den ganz Tag nichts bekommen.

3. Abend. Verlief eigentlich wie der Zweite. Mit Zeichnen und Vorlesen. Aber diesmal kam Twix zu mir aufs Sofa und hat mit geschlossenen Augen zugehört. Twix ist der Schmusigere. Aber auch er brauchte seine Zeit, um festzustellen, dass man mich mögen kann. Bounty war alle Tage wesentlich reservierter.
Aber beide bekamen abens ihre verrückten 5 Minuten und rasten durch die Wohnung und sprangen auf Schränke und den Katzenbaum.

Als ich meine Sachen in den Rucksack packte, kamen sie aber beide. Bounty auf den Stuhl, Twix auf den Tisch. Bounty ließ sich auf dem Stuhl ein bisschen Streicheln. Twix begann zu schnurren und drückte mir den Kopf ins Gesicht und an den Körper. So haben wir zum Abschied noch ein bisschen geschmust. Zu essen wollten sie an diesem Abend nichts mehr. 

 
So ist also das erste Katzensitting für mein Empfinden sehr gut gelaufen. Darf gerne wiederholt werden. 


12 Mai 2024

Beau: Ich werde schon wieder gesittet

 

Ich scanne den Hof vom Balkon aus.

Nachdem ich neulich die 3-Nächte-Prüfung bestanden habe, dachte ich mir schon, dass das Folgen haben wird. Und richtig: Seit Donnerstagabend bin ich wieder bei der Sitterfrau. Aber ich sag euch was: bei der ist es fast so gut, wie zhuhause!

Am Donnerstagabend ist natürlich nichts spannendes mehr passiert. Ich hab mir einen Liegeplatz gesucht, als Frauchen weg war und bin eigentlich auch schnell eingeschlafen. Wenn da nicht alle die fremden Geräusche wären, die mich immer wieder aufwecken. 

Heute, am Freitagmorgen sind wir früh nach draußen gegangen. Ohne Kaffee, wie damals schon. "Früh" ist nicht ihre Lieblingszeit, aber es war gut, dass wir draußen waren, denn ich hab ganz schnell pinkeln müssen und auch sofort ein Riesenkacka gemacht, das auch schon ziemlich weich war. Den Geruch will ich hier nicht beschreiben, und dass die Frau fast daneben gekotzt hätte, muss eigentlich auch keiner wissen. Ich kanns nicht ändern! Sie auch nicht, wir mussten da durch.

Danach gings dann schnell wieder nach Hause. Wegen ihrem Kaffee und der morgendlichen Internet-Routine. 

Anschließend waren wir im Wald. Es war noch nicht allzu warm und wir hatten eine ruhige Runde, was Hunde angeht. Aber es war spannend. 

Von dem ganzen Quatsch den wir unterwegs machen hat sie keine Bilder, denn sie ist voll mit mir beschäftigt.

Sie will gerne, dass ich mich bei "Mitte" zwischen ihre Beine setze, weil ich bis zum langen Urlaub im Juli lernen  soll mit dem Bus zu fahren. Und da wär es ganz praktisch, wenn ich dann im Bus "Mitte" zwischen ihren Beinen sitzen könnte. Sagt sie. Träumt sie von. Was ich davon mitmache, muss ich mir überlegen. Aber ich mach schon ziemlich viel für ihre Fleischwurst.  "Mitte" hat auch nach einigen Übungen ein bisschen geklappt, aber so wirklich hab ich das noch nicht geschnallt, sagt sie. 

Was ich aber ganz schnell geschnallt habe war "zeig ein' Baum". Das mach ich schon, wenn sie mir auf Leinenlänge einen Baum zeigt. Dann geh ich hin, spring ihn an und hol mir dann bei ihr die Fleischwurst ab. "Wofür braucht man das?" wollte ich wissen. Sie sagt, das hätte nur einen Spaßeffekt. Brauchen würde man das nicht. Aber sie hat Recht: das macht viel Spaß. 

Am "Wackeltisch" war ich auch etwas schüchtern bei der Sache. Das ist ein Tisch mit Bänken auf jeder Seite, aber der ist steinalt und die Tischplatte ist nicht mehr fest. Ich musste drauf springen und dann hat sie mit der Platte gewackelt. Das fand ich unheimlich und hab gesagt: "Das braucht man eigentlich auch nicht" und bin wieder runtergesprungen. Aber sie meint, das würde das Selbstbewusstsein fördern und mutig machen. Wenn wir dort wieder vorbei kommen, würden wir das wieder versuchen. Damit ich ein mutiger Hund werde. 

Als nächstes kam ein Bach mit sauberem Wasser. Da war sie heilfroh, dass ich endlich mit dem ganzen Maul ins Wasser gebissen habe, weil ich seit Donnerstag abend wieder nichts getrunken habe. 

Beim Kombibad durfte ich wieder "fliegen". Das hab ich auch verstanden und das macht auch doll Spaß. Nur das Umdrehen auf dem Stein um wieder zurückzufliegen, das muss ich noch üben. Aber ich fliege jetzt schon zwei Steine weiter. Die Reihe mit Steinen ist lang! Sie sagt, ihr BamBam hätte die alle geschafft. Boah, ich werd ihr noch zeigen, dass ich das auch kann.

Und die Sitterfrau ist immer so begeistert und findet mich so toll, dass sie bei allem was ich richtig mache anfängt zu jubeln. 

Wieder zuhause nimmt sie plötzlich einen Müllsack, geht raus und ist weg. Huch? Das hat sie ja noch nie gemacht. Hoffentlich kommt sie wieder. Ja, kam sie. Ganz schnell war sie wieder da und ich bin zu ihr hin und hab gesagt, dass ich jetzt doch ein kleines bisschen erleichtert und froh wär. 

Der restliche Tag verging mit kurzen Gassigängen in der Siedlung und ich durfte noch einen Eierkarton zerreißen und die restliche Fleischwurst darin aufessen. 

Bin gespannt, was morgen passiert.

Der Samstagvormittag war ganz schön spannend und ein bisschen komisch. 

In aller Frühe musste sie heute schon wieder fast kotzen. Nein, nicht wegen meinem Kacka. Als wir nach dem Frühgassi nach Hause gekommen sind, hat sie Blut auf dem Fußboden gefunden. Nur eine kleine Stelle vor meinem Liegeplatz unter dem Tisch. Nichts verteilt in der Wohnung und nur kleine Flecken. Hat sie die Brille aufgesetzt und gesehen, dass ich eine Zecke ermordet hatte. Eine vollgesoffene Zecke.  Ja, ich hab die zerbissen. Das Blut hat mir aber nicht geschmeckt. Das fand sie zum Erbrechen komisch. Aber was solls, sie musste das weg machen. Konnte ich ja nicht wissen, dass sie das so eklig findet. 

Auf dem Weg in den Wald.

 

Der Vormittag im Wald war auch wieder spannend. Ich fange an zu begreifen, dass sie es toll findet, wenn ich andere Hunde einfach an mir vorbei gehen lasse. Das fällt mir schwer, wenn ich selbst auch an denen vorbei gehen muss. Also so einer einfach am anderen vorbeigehen, das ist schwer. Was gut funktioniert ist, wenn sie mich angesichts eine Kumpels sofort am kurzen Griff packt und mit mir stehen bleibt. Dann werden die freilaufenden Kumpel auch sofort von weitem schon angeleint. Wenn die dann angeleint sind, gehen wir noch ein Stück weiter, wenn wir näher dran sind muss ich mich an den Wegrand setzen und still sein. Wenn der Kumpel dann hinter uns ist, darf ich weiterlaufen, dann interessiert der mich auch schon nicht mehr. Die Sitterfrau bedankt sich dann bei dem anderen Menschen und alle sind freundlich mit einander. 

Die Sitterfrau fängt an zu begreifen, dass ich "fliegen" zwar toll finde, aber nur die kurzen Sprünge. Ich bin wohl nicht so sprungfreudig wie ihr BamBam das war. Darum hat sie die Übung angepasst. Kurze Abstände "fliege" ich, bei den langen Abständen darf ich runter auf den Boden und auf den nächsten Stein wieder rauf hoppen. So haben wir heute die ganze lange Reihe von Betonklötzern abgeflogen und wir hatten beide Spaß. Jetzt muss ich nur noch mehr Konzentration in die Übung bringen, denn wenn es zwischen den Klötzern irgendwie riecht, muss ich das erst abschnüffeln, bevor ich wieder auf den nächsten draufspringe. Da bin ich also noch nicht so wirklich bei der Sache, aber sie ist mit dem Erfolg schon ganz zufrieden.

Dannn wurde es ganz komisch und ich hab zuerst nicht verstanden, was da abging. Vor uns auf dem Weg hockte eine dicke, alte Frau auf Knien und Händen und bewegte sich nicht. Hinter der Frau kam ein Jogger gelaufen, joggte an der alten Frau und an uns vorbei und war weg. Sonst war keiner da. Die Sitterfrau fragte die alte Frau, ob sie gestürzt sei und Hilfe brauchte. Ja, brauchte sie, sie kam alleine nicht wieder hoch. Aber die Rettung rufen wollte sie nicht. Dann hat die Sitterfrau mich an einen Mast gebunden und mich da alleine glassen. Sie konnte aber mit ihrem einen gesunden Arm der Alten auch nicht hoch helfen. Es war aber eine ganze Weile niemand sonst da. Bis ein Radfahrer kam, den sie um Hilfe bitten konnte. Zu zweit haben sie die alte Frau hochgewuchtet und auf einen dicken Stein gesetzt, der direkt bei mir an dem Pfahl war.  Der Radfahrer fuhr weiter. Aber dann kam noch Carli, ein Nachbarshund der Sitterfrau, mit seinem Menschen. Der hat dann die alte Frau noch begleitet bis zum Parkplatz am Combibad, da stand ihr Auto, denn sie hat sich für den Weg dorthin noch zu unsicher gefühlt. Da hatten wir eine gute Tat getan und konnten beruhigt nach Hause gehen.

Ja, solche komsichen Sachen passieren, wenn ich mit der Sitterfrau unterwegs bin. 

Am Samstagnachmittag waren wir faul, denn es ist ziemlich warm geworden. Wir haben nur kleine Pieselrunden gedreht. Bei denen werde ich aber inzwischen auch viel lockerer als am Anfang mit der Sitterfrau. Ich finde inzwischen ganz viele Stellen, die ich gründlich abschnüffel und dann drüberschreibe: "Ich war auch hier und mein Geruch ist viel besser als deiner!" 

Zuhause durfte ich noch ein paar Klorollen öffnen und Leckerchen rausholen. 


Die restliche Zeit hab ich verschlafen. Schlafen kann ich jetzt auch viel besser hier. So feste, dass ich wild träume und im Schlaf belle. 

Die Sitterfrau freut sich, wenn ich nach dem Schlafen zu ihr gehe und mich ein bisschen von ihr knuddeln und kraulen lasse. Sie darf mich auch umarmen, das mag ich jetzt auch von ihr. 

Und zum guten Tagesschluss kam uns beim letzten Gassi Mops Muffin entgegen. Die Sitterfrau hat mich zwar kurz genommen und ist stehen geblieben mit mir, aber ich musste nicht sitzen. Das hab ich dann so verstanden, dass ich den Mops-Muffin mal eben zerreißen darf und bin mit Gebrüll in die Leine gesprungen. Puh, was ist sie da sauer geworden. Sie hat mich am Geschirr zurückgerissen und mich angeschnauzt "Lass das sein! Was soll das? Hä? WAS SOLL DAS?" Hab ich mich freiwillig hingesetzt und gewartet bis der Mops-Muffin weit genug weg war. 

Jezt ist der Tag zu Ende und ich schlaf schon mal. 

Sonntag! Ich weiß ja schon vom letzten Mal, dass sie Sonntage doof findet und nicht gerne raus geht. Außerdem ist es draußen ziemlich warm geworden. Also hat sie für uns beide beschlossen, dass wir faul sein müssen. Ich  auch! Na ja, die üblichen Gassis muss ich natürlich machen.

Beim Mittagsgassi hat es plötzlich so laut geknallt, dass ich wohl abgehauen wäre, wenn sie mich nicht an der Leine gehabt hätte. Sie blieb stehen und wollte, dass ich zu ihr komme.Hab ich auch gemacht und sie hat mir leise ins Ohr geflüstert, dass alles gut wäre und wir noch ein Stück langsam Gassi gehen könnten. Das mit dem langsam klappte nicht sofort, aber auf der großen Wiese am Sportplatz konnte ich mich schon wieder um die Pieselstellen der Kumpel kümmern und drüber schreiben. (Anmerkung der Sitterin: Jemand hatte den Deckel eines großen Abfallcontainers zufallen lassen.)

Sonntag ist langweilig. Wenn ich ausgeschlafen habe, bin ich immer zu ihr hingegangen und hab um Entertainment gebeten. Hab ich noch mal Klorollen bekommen oder durfte in der Wohnung Leckerchen suchen. Das war dann immer so anstrengend, dass ich anschließend wieder schlafen konnte. Die Sitterfrau hat auch geschlafen.

So vertrödeln wir den Tag.

Und dann geht plötzlich die Tür auf, wie beim letzten Mal, und Frauchen kommt rein. Ich hab mich ja fast überschlagen vor Freude und das Haus zusammengebellt.

Verabschieden? Nee, ist ja nicht nötig. Bin ja am nächsten Wochenende wieder hier. Komm jetzt nach Hause, Frauchen! Schnell!!

 



17 April 2024

Beau: Hey Leute, ich hab eine Prüfung bestanden

 


Frauchen hat mich wieder zu der Sitterfrau gebracht. Am Montag. Heute ist Donnerstag. Donnerstag! Glaubts ruhig. So lange hat sie mich nicht abgeholt. Hätte ich das gewusst, hätte ich das nicht gewollt. Aber ich habs nicht gewusst. Und was soll ich euch sagen? Ich hatte eine ganz tolle Zeit bei dieser Frau.