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| hinten Twix, vorne Bounty |
Wir haben das ja schon mal ausprobiert an 3 Tagen im August. Grundsätzlich heißt das, ich gehe morgens, mittags und abends ins „Katzenhaus“. Füttern und Katzenklos sauber machen. Am Abend bleibe ich für 2 Netflix-Filme dort, kraule die Katers und gehe dann gegen Mitternacht wieder nach Hause.
Die Fotos sind nicht die beste Qualität. Die Katers waren immer zu nah.
Bounty bekam von den Haltern das Etikett „reserviert“. Im August war das auch so.
Twix dagegen sei ein Schmusekater. Im August hat er aber auch seine Zeit gebraucht, bis er auftaute.
Jetzt war Bounty, der Erste der Körperkontakt suchte. Er legte sich gleich am 2. Tag schon auf meine Oberschenkel, während ich Netflix guckte. Wenn ich ihn anfassen wollte, sagte er aber: „Nein danke, brauch ich nicht!“ Er stand auf und ging weg.
Twix dagegen machte das erst am dritten Tag. Das aber gleich so, als ob das sein Platz sei. Er lief mit Geschrei um mich rum, macht Krawall-Ohren bis Bounty aufstand und ihm den Platz überließ. Ich fand das total spannend und amüsierte mich köstlich. So wechselten sie sich ab. Einer auf den Beinen der Andere neben mir.
Seit dem 3. Tag darf ich sie auch anfassen und streicheln, während sie bei mir liegen.
Sie bekommen morgens uns abends jeweils ½ Dose Nassfutter, für beide zusammen. Mittags teilen sie sich ein Gelee-Tütchen. Das ist auch Nassfutter aber mit sehr viel Gelee. Sie lieben das. Zusätzlich kann ich ihnen Trockenfutter geben und eine Leckerchenstange.
Bounty fing am Sonntagabend damit an, dass er mich laut anmauzte und mir signalisierte: „steh auf und komm mit!“ Als ich das endlich verstanden hatte und aufstand lief er Richtung Küche. Auf dem Weg dorthin, kam Twix dazu und beide liefen in die Küche und dort schreiend um ihre Näpfe rum. Wie soll man das anders verstehen als: „Mach da gefälligst was rein, wir verhungern!“
OK, haben sie noch so ein Gelee-Tütchen bekommen. Als ich in der Nacht gehen wollte, begann das gleiche Spiel. Sie rannten in der Küche um die Näpfe rum, sprangen auf die Arbeitsplatte bei der Spüle. Ich hab daraus gehört: „Wenn du uns jetzt nichts mehr gibst, liegen wir morgen hier verhungert auf dem Fußboden.“ Also hab ich ihnen noch etwas Trockenfutter gegeben, dass sie verschlungen haben, als hätte ich sie die ganzen Tage nicht gefüttert.
Und so lief das jeden Tag. Ich vermute, dass ich ihnen auf den Leim gegangen bin. Aber wegen eigener Unsicherheit habe ich mich auch jeden Tag überreden lassen. Sie werden schon kein Übergewicht bekommen in den 8 Tagen meiner Pflege.
Interessant fand ich daran, dass der reservierte Bounty immer mit diesem Gespräch anfing und Twix praktisch nur ins Gespräch einsteigt und ihm Recht gibt.
Wenn ich morgens komme, standen sie bisher immer schon als Empfangskomitee an der Haustür. Das hörte irgendwann auf. Manchmal kam nur einer, manchl keiner. Sie lagen im Wohnzimmer, guckten mich an und meinten: „Mach dir keinen Stress, alles ist ok. Lass dir Zeit.“ Hab ich in aller Ruhe die Näpfe gefüllt und hingestellt. Während ich die Klos sauber machte, kamen sie das prüfen. Einer hat was gegessen, der andere nicht. Allerdings waren„Smilla“-Dosen nicht der Favorit. Da blieb das Meiste stehen bis ich es mittags mit einem Gelee-Tütchen pimpte. Abends sind die Schalen dann leer. Die Abend-Ration „Smilla“ wurde auch nur langsam gegessen. Darum gibts an „Smilla-Dosen-Tagen“ dann weniger zusätzlich. Morgens war es dann aufgegessen.
Wenn ich Filme guckte öffnete ich im Wohnzimmer ein Fenster, das einen stabilen Insektenschutz hat. Da können sie nicht raus, denn sie sind reine „Drinnenkatzen“. Aber ein offenes Fenster ist spannend. Da saßen sie dann gemeinsam und schauten sich die Welt draußen an.
Irgendwann im Laufe des Abends kriegten sie auch ihre wilden 5 Munten, rasten rum, kloppten sich auch kurz und schreiend. Aber das ging ganz schnell wieder vorbei, dann war wieder Ruhe.
Im August hatte ich am frühen Morgen mit nüchternem Magen Probleme mit dem Geruch des Katzenklos. Das hatte ich diesmal nicht. Alles in Allem ist das Sitting dieser Katzen recht angenehm. Die sind unproblematisch, nicht zickig, sie kommen auch gut damit klar, dass ihre Menschen weg sind und sie statt dessen von mir versorgt werden.
Am ersten Samstag hatte sich Bounty allerdings aufgehängt. Da ich eine Schlüsselneurose habe und mich garantiert aussperre, wenn ich 2 Schlüssebunde benutzen muss, hatte ich deren Hausschlüssel an meinem eigenen Schlüsselbund. Wenn ich bei denen drinnen bin, schließ ich mich ein und lass den Schlüssel stecken, damit ich ihn in die Hand nehmen muss, wenn ich wieder raus will. Nun hängt an meinem Schlüsselbund allerdings ein Stück Filz aus BamBam-Haaren. Das fand Twix wohl spannend und hat begonnen, damit zu spielen. Dazu musste er hochspringen um dranzukommen. Ich hab was klimpern gehört, mich aber zunächst nicht weiter drum gekümmert. Die können in dieser Wohnung nichts anstellen. Da das Klimpern aber nicht aufhörte, bin ich dann doch gucken gegangen. Da hing der Kater mit zwei Krallen der rechten Vorderpfote in dem Haarfilz. Er hatte den Bodenkontakt dabei verloren und sah etwas hilflos aus. Die Katze konnte gerettet werden.
Und an einem der Tage, als ich einen Film guckte, kommt auf einmal Twix auf das Sofa, steigt mir auf die Brust, setzt sich auf mein Brustbein und bleibt da sitzen. Ich sah nur noch Katzenbauch aber ich musste so lachen. „Genug Film geguckt!“, sollte das wohl heißen. Oder?
So ging die Woche Tag für Tag dahin und war ganz schnell vorbei. Katzen sitten ist sehr angenehm. Ich kann eigentlich tagsüber tun, was ich will, denn füttern und Katzenklo reinigen – damit bin ich nach spätestens 30 Minuten wieder zuhause. Und abends hingehen und Filme schauen ist auch mal was anderes. Kann ich ja zuhause nicht.
Die Katzenmenschen haben sich gefreut, dass alles so gut geklappt hat und hätten mich gerne für Weihnachten gebucht. Aber da bin ich, so wie es bis jetzt aussieht, wieder mit den Hazes in Holland. Die Tochter wird sich um die beiden kümmern.









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